Von der Transport­manage­ment-Strategie zum Control Tower

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Von der Transport­manage­ment-Strategie zum Control Tower

Transportmanagementstrategie bis zum ControlTower für Ihre Transporte

Steigende Transport­volumina in Land­verkehr und See­fracht-Containern, ge­paart mit zu­nehmenden Kosten durch Luft­fracht sowie massiv belasteten Fracht­preisen, zwingen Unter­nehmen zu systematischen Kosten­optimierungen und einer robusten Transport­strategie. Gleich­zeitig nehmen Zuver­lässigkeit und Plan­barkeit der Transporte ab, wodurch Versorgungs­risiken zu­nehmen und teurere Mehr­bestände an Materialien erforderlich werden. Daraus folgt der dringende Bedarf, das Transport­management strategisch neu aus­zurichten und zu professionalisieren.

Eine tragfähige Transport­management-Strategie beginnt mit einem klaren Ziel­bild. Dieses um­fasst definierte Ziele auf der operativen Ebene (Kosten­reduktion, Liefer­treue, Transport­zeiten, Bestands­optimierung) sowie auf der strategischen Ebene (Risiko­minimierung, Flexibilität bei Nachfrage­spitzen, Nach­haltigkeits­kenn­zahlen). Die Ziel­definition muss mess­bar sein, z. B. über KPIs wie Gesamt­kosten pro Einheit, On-Time-In-Full-Rate, Umlauf­höhe im Lager­bestand, Fracht-Transit­zeiten und Fracht­verkehrs-CO2-Intensität. Zusätzlich sollten Ziel­kriterien vorhanden sein, die die Priorisierung von Transport­wegen, Modalen Mix, Verpackungs­lösungen und Lade- bzw. Umlade­prozessen unter­stützen.

Transport­konzepte sind individuell auf die jeweilige Wert­schöpfungs­kette abzu­stimmen. Dazu zählen Modelle der Net­zplanung (Balance zwischen lokalen Distributions­zentren, regionalen Hubs und zentralen Lead-Logistikern), die Optimierung von Routen und Transport­mitteln (LTL/FTL, Intermodalität, Mehrweg­transport­systeme, Container­management), sowie Verpackungs- und Container­strategien, die Lade­effizienz und Verlust­risiken minimieren. Eine zentrale Frage ist, ob zukünftig eine interne Transport­organisation erforderlich bleibt oder ob sich die Aus­führung effizienter durch externe Partnerschaften, etwa in Form eines Control Towers oder eines 4PL‑Dienst­leisters, realisieren lässt. Ent­scheidet man sich für „as a Service“, bedeutet dies, dass ein extern gehosteter Control Tower die operativen Dispositions- und Planungs­funktionen, die Carrier-Steuerung sowie das Performance-Management über­nimmt, während das Unter­nehmen sich auf Kern­prozesse konzentriert.

Wesentliche Bestand­teile eines holistischen Control-Tower-Ansatzes umfassen:

  • Transparenz- und Mess­systeme: integrierte Dash­boards für Echtzeit-Tracking, Carrier-Performance, Kosten­controlling und Abweichungs­analysen; Szenario­planung zur Antizipation von Nachfrage­spitzen oder Störungen.
  • Dispositions- und Steuerungs­kompetenz: zentrale Dispositions- und Planungs­prozesse, automatische Priorisierung bei Störungen, Carrier-Management und Fracht­abwicklung über mehrere Modale hin­weg.
  • Kosten- und Leistungs­optimierung: regelmäßiges Fracht­kosten­controlling, Preis- und Leistungs­benchmarking, Optimierung von Rahmen­verträgen, Aus­schreibungen und Optionen wie Verzögerungs­management und Demurrage-Reduktion.
  • Risiko­management und Resilienz: Szenario­analysen, Puffer­kalkulationen, Multi-Source-Strategien, alternative Routing-Optionen und Compliance-Management (Zoll, Sicherheits­anforderungen, Nachhaltigkeits­bericht­erstattung).
  • Technologie und Daten­architektur: leistungs­fähige Transport­management-Software (TMS) mit API‑Zronne, Schnitt­stellen zu WMS/ERP, Master Data Governance, Muster­algebras und maschinen­lesbare Abrechnungen; automatisierte Alerts und KI-gestützte Optimierungs­vorschläge.
  • Governance ist ebenso entscheidend: klare Rollen, Verant­wortlichkeiten, Service-Level-Agreements (SLAs) gegen­über internen Stake­holdern oder externen Partnern, regelmäßige Reviews der Carrier-Performance und ein kontinuierlicher Verbesserungs­prozess (Continous Improvement). Ein schritt­weiser Reife­grad­aufbau empfiehlt sich: Start mit einem stabilen Control Tower und standardisiertem Reporting, gefolgt von schritt­weisen Optimierungs­initiativen, strategischen Lieferanten­verträgen und der optionalen Aus­gliederung an einen 4PL‑Provider, wenn Mehr­wert und Risiko­abdeckung steigen.

Zusammen­gefasst erfordert die Transformation von der Transport­management-Strategie zum Control Tower eine klare Ziel­bildung, ein maß­geschneidertes Transport­konzept, entscheidenen Governance-Rahmen sowie eine passende technologische Plattform.

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