Transportmanagementsystem – Auswahl und Anwendung
Im Zentrum eines modernen Transportmanagements steht der Control Tower. Er wird durch eine leistungsfähige Software getragen: das Transportmanagementsystem (TMS). Ziel ist es, sämtliche Transportprozesse effizient zu vernetzen, zu planen, zu steuern und in Echtzeit zu visualisieren. Die Auswahl eines geeigneten TMS ist daher eine strategische Entscheidung, die sich unmittelbar auf Kosten, Servicegrad und Transparenz entlang der Lieferkette auswirkt.
Kernfunktionen eines TMS sind: zentrale Disposition, Auftragssicht, Routen- und Kapazitätsplanung, Frachtkostenermittlung, Frachtabrechnung, sowie das Echtzeit-Tracking von Sendungen. Durch eine integrierte Vernetzung aller Transportpartner – Verlader, Empfänger, Spediteure – entstehen End-to-End-Transparenz und Kollisionsvermeidung bereits vor der Beladung. In der Praxis bedeutet dies: Von der Auftragserfassung über die Disposition bis hin zur Abrechnung und zum Reporting lassen sich alle Phasen eines Transports über eine einzige Plattform abbilden.
Eine hervorzuhebende Komponente ist die Dashboards- und KPI-gestützte Steuerung. Kennzahlen wie Pünktlichkeit, Auslastung, Transportkosten pro Einheit, sowie Lieferzuverlässigkeit werden in Echtzeit erfasst und visualisiert. Proaktive Problemerkennung gehört ebenso zum Standard: Abweichungen in der Terminplanung, Verzögerungen durch Transitstörungen oder Capacity Crunch werden frühzeitig erkannt, um Gegenmaßnahmen einzuleiten. Damit wird vor allem die Kundenzufriedenheit gesteigert.
Die Auswahl eines TMS sollte ganzheitlich erfolgen und mehrere Kriterien berücksichtigen:
- Funktionsumfang vs. Bedarf: Priorisieren Sie Kernfunktionen wie dispositive Planung, Echtzeit-Tracking, Frachtabrechnung, Kostenkontrolle und flexible Reporting-Fähigkeiten. Vermeiden Sie unnötige Komplexität durch eine zu umfangreiche Lösung.
- Skalierbarkeit und Architektur: Eine webbasierte Plattform gewährleistet einfache Integration aller Beteiligten und Systemlandschaften. Prüfen Sie APIs, Schnittstellenstandards und die Möglichkeit zur Erweiterung bei Wachstum.
- Integrationen und Partner-Ökosystem: Relevante Carrier-Connects, EDI-/API-Schnittstellen sowie Transportdokumente müssen verfügbar sein, um eine nahtlose Vernetzung der Logistikpartner sicherzustellen.
- Usability und Berechtigungen: Eine intuitive Benutzerführung reduziert Schulungsaufwand und steigert die Akzeptanz. Rollenbasierte Zugriffskontrollen sichern sensible Daten.
- Datenqualität und Analytics: Leistungsstarke Dashboards, Standard- und Ad-hoc-Reports sowie skalierbare Data-Modelle unterstützen moderne Data-Driven-Logistics.
- Sicherheit und Compliance: Datenschutz, Zugriffsschutz, Auditing sowie gesetzliche Vorgaben müssen im TMS berücksichtigt sein.
- Total Cost of Ownership: Anschaffungskosten, Implementierung, Wartung, Lizenzmodelle und Hosting-Optionen (on premise vs. cloud) beeinflussen die Wirtschaftlichkeit maßgeblich.
ebp-logistics positioniert sich ebenfalls mit dem TMS SIRIUS als eine mögliche Lösung, die sich auf wesentliche Funktionen konzentriert und wirtschaftlich betreibbar ist. Eine zentrale Stärke liegt in der webbasierten Plattformarchitektur, die eine einfache Integration aller Stakeholder ermöglicht. Damit lässt sich der gesamte Transportprozess transparent gestalten – vom Auftrag bis zur Abrechnung – und jederzeit der Status der Sendungen nachvollziehen. Für Unternehmen, die eine stabile Grundfunktionalität benötigen, kann SIRIUS als bewährte, erprobte Lösung einen schnellen Weg zu mehr Transparenz und Effizienz bieten.
Nichtsdestotrotz bieten wir die herstellerunabhängige Ausschreibung eines Transportmanagementsystems an - von der Lastenhefterstellung über die Ausschreibung bis zur Implementierung.
Anwendungsszenarien der Auswahl Transportmanagementsystem umfassen:
- Cross-Industry-Logistikketten, bei denen multiple Carrier und Empfänger beteiligt sind.
- Konsolidierte Transporte mit komplexen Routen- und Frachtkostenszenarien.
- Unternehmen, die Echtzeit-Status-Tracking, proaktives Exception-Management und datengetriebene Optimierung priorisieren.
- Organisationen, die eine webbasierte, leicht zu integrierende Lösung bevorzugen, um vorhandene IT-Landschaften nicht zu sprengen.
Zusammenfassend lässt sich festhalten: Die richtige Auswahl des Transportmanagementsystems – insbesondere der Fokus auf zentrale Control-Tower-Funktionen, Netzwerkintegration, Echtzeit-Transparenz und wirtschaftliche Betriebsführung – bildet die Grundlage für eine effiziente, vorausschauende und kundenorientierte Anwendung im laufenden Betrieb.